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Der Weg war das Ziel

Logo Rundweg„Dieser Weg wird kein leichter sein“, erkannte Xavier Naidoo vor einigen Jahren. Ob er damit auf den neuen Altnußberger Rundweg anspielen wollte, sei dahin gestellt. Ganz leicht ist die „Altnußberger Runde“ – so der offizielle Name – nicht, allerdings auch alles andere als steinig und schwer. Ein Rundweg für Jung und Alt eben, der nebenher auch noch zahlreiche Informationen über das kleine, ambitionierte Dorf liefert.

 Alles andere als leicht war allerdings der Weg der Planung und Umsetzung des Rundweges, der im September letzten Jahres eingeschlagen wurde. Der Anstoß zu diesem Projekt kam von Kreisfachberater Klaus Eder, der seinerzeit bei einer Dorfversammlung den Verantwortlichen den Vorschlag unterbreitete, einen bereits bestehenden Wanderweg mit Informationen zur örtlichen Burg zu ergänzen.

Dieser Anregung nahm sich Josef Kasparbauer von der Gemeinde Geiersthal an und entwickelte in den folgenden Wochen mithilfe der bereits bestehenden Wanderrouten diverse Entwürfe für kürzere und längere Varianten eines Rundweges um Altnußberg, die er Anfang Oktober dem Dorfausschuss vorstellte. Nachdem diese Pläne auf großen Anklang seitens der Versammelten stießen, entschloss man sich Ende November dazu, einen eigenen Arbeitskreis zu gründen, der unter der Leitung von Siegfried Federl die Planungen ab Beginn des neuen Jahres intensivierte und das Gesamtkonzept innerhalb von rund fünf Monaten zur Vollendung brachte. Obwohl während dieser Zeit mehrfach Änderungen vorgenommen werden mussten, da  es von Seiten eines Anwohners Einwände gegen die geplante Streckenführung gab, gelang es der sechsköpfigen Gruppe in enger Zusammenarbeit mit Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald eine letztendlich optimale Lösung zu finden.

Der endgültige Weg erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 5,5 Kilometern, wobei weniger Wanderfreudige auch zwischen verschiedenen kürzeren Routen wählen können (siehe Karte). Doch nur wer sich auf den langen Weg begibt, wird alle Informationen zur Geschichte und den Eigenheiten Altnußbergs erhalten. Ausgehend von den beiden Einstiegspunkten in der Geiersthaler Straße und am Burgparkplatz, an denen jeweils eine Tafel einige allgemeine Informationen zur „Altnußberger Runde“ liefert, hat der Arbeitskreis nämlich in unregelmäßigen Abständen neun große Thementafeln aufgestellt. An diesen Stellen wird der interessierte Wanderer beispielsweise über das Dorf Altnußberg im Allgemeinen oder das Wesen der Einwohner im Besonderen aufgeklärt. Einem Wort werden die Rundgänger immer wieder begegnen: Auf jeder Tafel wird ein besonderer „Blick“ auf das behandelte Thema geworfen, ein Blick in die Zukunft beispielsweise. Um die Wanderung spielerisch zu gestalten, befindet sich am unteren Ende jeder Tafel eine themenbezogene Frage, die es durch das richtige Drehen von darunter angebrachten und mit Buchstaben versehenen Holzklötzen zu lösen gilt.  

Auf eine wahrlich revolutionäre Art und Weise können Interessierte zusätzlich Hintergrundinformationen zu jedem Themenbereich abrufen: Im rechten oberen Bereich jeder Tafel befindet sich ein sogenannter QR-Code, der von jedem Smartphone- und Tabletbesitzer via Kamera erfasst werden kann und, mobiles Internet vorausgesetzt, unmittelbar zu einer Website führt, die spezielle Informationen zur gerade betrachteten Tafel auflistet – ein Novum im Landkreis Regen.

Zusätzlich wurden einige weitere Wegbegleiter auf der „Altnußberger Runde“ aufgestellt. Neben einem großen Fenster, das auf dem Weg vom Burgparkplatz in Richtung Burg platziert ist und einen Blick auf Neunußberg mit einer großen Wiesenfläche im Sichtfeld, den sogenannten „Blick ins Paradies“, gewährt, findet man auf der Hinterseite der Burgruine eine Tafel, auf der der ursprüngliche Grundriss der ehemaligen Burg dargestellt ist.

Der Rundweg birgt also Anreize für jede Altersgruppe. Von der spielerischen Beantwortung der Fragen über die technisch revolutionären QR-Codes bis hin zu tiefgründigen Informationen bietet die „Altnußberger Runde“ Spannendes für jede Generation und bietet sich somit für Wanderungen mit der ganzen Familie an.      

Der Arbeitskreis hat es also geschafft, unbeeindruckt von einem gewissen Zeitdruck – man wollte den Rundweg unbedingt vor dem Landesentscheid von „Unser Dorf hat Zukunft“ fertigstellen -, innerhalb kürzester Zeit aus einem Vorschlag ein Projekt mit Hand und Fuß zu formen, das nun kurz vor seiner Vollendung steht. Offiziell eröffnet wird die „Altnußberger Runde“ am kommenden Sonntag, den 10. Juni 2012, um 16.00 Uhr am Burgparkplatz. Alle Altnußberger und allgemein Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, zusammen mit zahlreichen Ehrengästen die ersten Schritte auf dem Rundweg mitzugehen.

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