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Abschluss einer Erfolgsstory

Geschrieben von Augustin Alexander

 

Die vergangenen zwei Jahre waren für die Verantwortlichen des Dorfes Altnußberg ebenso anstrengend wie erfolgreich. Als zu Beginn des vergangenen Jahres die Vorbereitungen auf den Kreisentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ auf Hochtouren liefen, wagte man sich in der Dorfgemeinschaft noch nicht auszumalen, wo der Weg enden wird. Viel zu groß war die Euphorie im kleinen 300-Einwohner-Dorf, in dem bei jeder sich stellenden Aufgabe alle am gleichen Strang  zu ziehen scheinen.

Als im Juli dieses Jahres dann bekannt wurde, dass man im Landesentscheid leer ausgehen würde, war man im Dorf selbstverständlich ernüchtert und schockiert zugleich. Nicht wenige hatten mit einer Goldmedaille und der damit verbundenen Teilnahme am Bundesentscheid 2013 gerechnet, da sich der angereiste Jury-Stab mehr als begeistert vom Dorf und seinen Einwohnern zeigte.

 

Drei Monate später ist der Großteil der Enttäuschung längst aus den Köpfen und Gesichtern der meisten Beteiligten gewichen. Dementsprechend vorfreudig trat man daher am vergangenen Wochenende die Reise,  zur Abschlussfeier des Landesentscheides in Bamberg an. Doch die Altnußberger wären nicht sie selbst, wenn sie sich nur für diese Veranstaltung nach Bamberg begeben hätten. Die rund 40 mitgereisten Einwohner nutzten die Gelegenheit, um die oberfränkische Stadt, deren Geschichte und -speziell abends - deren Kneipen und Gasthäuser einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Da dafür ein Tag viel zu kurz gewesen wäre, hatte die Feuerwehr und der Gartenbauverein Altnußberg im Vorfeld eine gemeinsame Dreitagesfahrt mit zweitägigem Aufenthalt in der Weltkulturerbe-Stadt und abschließender Besichtigung des siegreichen Mitkonkurrenten im Landesentscheid, Mürsbach in Oberfranken, organisiert.

Nach der Ankunft am Freitagnachmittag stand nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel eine Nachtführung durch Bamberg auf dem Programm. Im Altstadtviertel der Stadt ließen sich die begeisterten Altnußberger von erschreckend realistisch dargebotenen Sagen und Legenden in die Zeit des Mittelalters entführen. 

Der Samstag stand ganz im Zeichen der Abschlussfeier des Landesentscheids. Selbstverständlich gab es für die Altnußberger keinen Anlass zu übermäßiger Freude, doch im Bewusstsein, dass keine Auszeichnung dieser Welt die Entwicklung der letzten Jahre ersetzen kann, nahmen sie dennoch gerne an Veranstaltung  teil.  Auch als „Showact“ war Altnußberg bei der Abschlusszeremonie vertreten. Die „Altnußberger Musikanten“ ließen es sich nicht nehmen, ihre Klänge zum Besten zu geben.

Im Anschluß daran nutzen man den Nachmittag für die Besichtigung der Landesgartenschau sowie der weiteren Erkundung des Bamberger Altstadtkerns, um dann den Tag  bei einem gemeinsamen Essen in einer der ältesten Brauereigaststätten der Stadt ausklingen zu lassen.

Bevor sich der Tross am Sonntag mit den gesammelten Eindrücken und einer großen Menge Begeisterung ob der Schönheit der Stadt im Gepäck auf den Weg zurück in den Bayerischen Wald machte, stand abschließend die Besichtigung eines Dorfes auf dem Plan, das nicht nur in der näheren Umgebung von Bamberg liegt, sondern sich auch eine der drei ersehnten Goldmedaillen im Landesentscheid des Dorfwettbewerbs sichern konnte. Als man durch das oberfränkische Mürsbach geführt wurde, wurden sofort Parallelen zur eigenen Heimat deutlich: eine starke Dorfgemeinschaft, zusammenarbeitende Vereine und ein äußeres Erscheinungsbild, mit dem sich Altnußberg –  in diesem Punkt waren sich alle einig – allemal messen kann. Einmal mehr wurde den Mitgereisten deutlich, dass man am Vortag genauso gut selbst als einer der drei Goldmedaillengewinner auf der Bühne hätte stehen können . Als die Altnußberger per Bus die Heimreise antraten, blickten sie positiv auf die vergangenen drei Tage zurück. Man habe in einer wunderbaren Stadt den Abschluss einer wunderbaren Zeit gefeiert, lautete das Fazit vieler.

Auch wenn der große Zusammenhalt im Dorf schon seit jeher bewundernswert ist, verwundert es selbst den alteingessensten Bewohner Altnußbergs, wie gut es den Verantwortlichen gelungen ist, jeden Einzelnen für dieses Projekt zu gewinnen. Auch die Tatsache, dass viele Mitglieder beiden Vereine trotz der „Niederlage“ im Juli mit nach Bamberg gereist sind, beweist die im Dorf herrschende Einheit. Mit dem nötigen Abstand zur Enttäuschung des Landesentscheids, ist man sich im Dorf absolut einig darüber, dass die Teilnahme an „Unser Dorf hat Zukunft“ und alle Projekte, die im Rahmen derer vom Dorfausschuss und den anderen Beteiligten auf die Beine gestellt worden sind, das Dorf in allen Belangen einen großen Schritt nach vorne gebracht haben.

Auch ohne die erhoffte Auszeichnung auf Landesebene ist man zu Recht stolz im Dorf dessen Motto treffenderweise lautet: „Mia oabat ma mitanand und mia broudln mitanand!“

 

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