2013 Nach dem Kostümieren kommt das Derblecken

Geschrieben von Augustin Alexander

 

Freiwillige Feuerwehr AltnußbergAltnußberg: Nach der Zeit des Kostümierens kommt in Bayern bekanntlich die des Derbleckens. Auch in Altnußberg wurde am vergangenen Samstag auf humorvolle und bissige Art und Weise auf das letzte Jahr zurückgeblickt. Im kleinen Dorf in der Gemeinde Geiersthal gehört das Märzenbierfest, das alljährlich von der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet wird, bereits zur Tradition. Jedes Jahr kommentiert „Fastenprediger Manderl“ alias Stefan Peter das Geschehen der zurückliegenden Monate.

In diesem Jahr stand neben einigen Dorfbewohnern und Vereinen vor allem Bürgermeister Alfons Fleischmann in der Schusslinie. Der erste Pfeil flog in seine Richtung, als Manderl ihn für seine Entscheidung bei der Auswahl der Baufirma zum Bau des Radweges nach Seigersdorf kritisierte. Dass der Radweg nach knapp einem Jahr Bauzeit immer noch nicht vollendet sei, dürfe man aber nicht den Bauarbeitern anlasten.

Es sei eine ungünstige Idee gewesen, den Radweg im Sommer bauen zu lassen, da man ja bei unzumutbaren Temperaturen von elf bis drei Uhr pausieren müsse, kommentierte Manderl sarkastisch.

In Bezug auf die Niederlage im Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hatte Manderl eine ganz eigene Theorie: Vielleicht habe ja Bürgermeister Fleischmann, so Manderl, dieses Ergebnis so eingefädelt, damit er die Kosten der mit dem Gewinn verbundenen Fahrt nach Berlin nicht aus der ohnehin klammen Gemeindekasse zahlen müsse.

Ohnehin wäre eine Reise nach Berlin nicht gerade empfehlenswert. Am Ende würden die Altnußberger sogar noch zur Entwicklungsarbeit in der Bundeshauptstadt behalten werden. Da solle man doch lieber zu Hause bleiben, forderte Manderl.

Nirgends sei es nämlich so schön wie in Altnußberg, stellte der Feuerwehrchor, bestehend aus Fastenprediger Stefan Peter, Kurt Amesberger und Helmut Peter, klar. Die Aufführung einer Umdichtung des „Biene-Maja-Liedes“ in eine Hommage an das Dorf war eines der Highlights des Abends.

Auch einige anwesende Vereine wurden auf die Schippe genommen. Die Lindner Feuerwehr beispielsweise bekam wegen der Anschaffung eines neuen Löschautos, das aber „kaum schneller fährt als ein Rentner geht und mit dem man bei einer Übung in Altnußberg später ankommt als die Feuerwehr aus Zelezna Ruda“, von Manderl ihr Fett weg.
Vor allem eines wurde in der Fastenpredigt von Manderl alias Stefan Peter klar: In Altnußberg wird es nicht langweilig – mit Sicherheit auch in diesem Jahr nicht. /dj

 


Veröffentlichung auf der Homepage durch Johann Daffner

 

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